Alles über Santokumesser

Japanische Handwerkskunst in der heimischen Küche: Das Santokumesser
Allzweck-Küchenhelfer aus Japan
Wer gerne in der Küche steht, sollte in ein hochwertiges Messer investieren. Eine gute Klinge erleichtert das Schnibbeln der Zutaten, im besten Fall über Jahre hinweg. Das Santokumesser ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch wofür eignet es sich besonders?

Woher kommt das Santokumesser und wie erkennt man es?

Santoku-Messer stammen aus Japan und sind dort ein beliebtes Allzweck-Küchenmesser. Entwickelt wurde die Klingenform nach dem Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich also um eine vergleichsweise sehr junge Form. Das Herstellen von Messern und Klingen vielfältiger Art hat in Japan eine lange Tradition. Somit ist es nicht verwunderlich, dass für die Bedürfnisse der Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg eine entsprechende Klingenform entwickelt wurde.

Das Santoku besitzt eine breite Klinge, die auf der Oberseite stumpf ist und direkt in den Griff übergeht. Vorne ist die Oberseite abgerundet. Die Klinge ist beidseitig geschliffen, sehr scharf und bis zu 20 cm lang. Wie für japanische Küchenmesser üblich, ist die Klinge auch beim Santoku aus Damaszener-Stahl. Während des Schmiedeprozesses werden mehrere Lagen Metall immer wieder übereinander gelegt. Nicht nur die Optik überzeugt, sondern auch die Flexibilität und Härte der Klinge. Das gewährleistet lange Zeit eine gleichbleibende Schärfe. Der lange Griff, bei handgeschmiedeten Exemplaren aus Holz, wird fest mit der kompletten Hand umschlossen. So liegt das trotz der Größe leichte Messer stets gut und sicher in der Hand.

Neben dem Santoku gibt es viele weitere japanische Küchenmesser, die sich alle durch eine andere Form, Größe und einen an den Verwendungszweck angepassten Schliff unterscheiden. Wer in Japan Wert auf ein hochwertiges Messer legt, kauft sich ein von Hand gefertigtes Exemplar. Selbstverständlich gibt es ebenso industriell hergestellte Santoku-Messer, wie bei uns zumeist üblich.

Wofür und wie verwendet man ein Santoku-Messer?

Santoku kann man frei mit “Die drei Tugenden” übersetzen. Gemeint sind hiermit Fleisch, Fisch und Gemüse, denn dafür wurde dieses Messer entwickelt. Es handelt sich also um ein vielseitiges Allzweck-Küchenmesser. Nach dem Zweiten Weltkrieg landete, neben Fisch und Gemüse, auch immer häufiger Fleisch auf dem Speiseteller. Diese neue Klingenform, die sich an dem traditionellen, japanischen Kochmesser sowie einem europäischen Fleischmesser orientiert, sollte genau diesen neuen Gewohnheiten gerecht werden. Heute ist das Santoku ein beliebtes Küchenmesser, das wegen seiner vielfältigen Einsetzbarkeit mehr und mehr Anklang auf der ganzen Welt findet.

Der Schliff des Santoku-Messers lässt sowohl ziehende und schiebende Schnitte wie auch Hackbewegungen zu. Das macht es zu einem praktischen Vielzweckmesser, das bei nahezu jeder Zubereitung benutzt werden kann und dem Verwender eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Durch die nur wenig gebogene Klinge sind Santoku-Messer für Wiegebewegungen , etwa zum Schneiden von Kräutern, eher nicht geeignet.

Besonders erwähnenswert ist die enorme Schärfe, wie sie für japanische Messer ohnehin üblich ist: Das Santoku schneidet mühelos durch ältere Tomaten. Hauchdünne Tomaten- oder Zwiebelscheiben sind ebenso möglich wie das präzise Schneiden von Fisch oder Fleisch.

Wie können Sie hochwertige von minderwertigen Santoku-Messern unterscheiden?

Zunächst einmal ist der Preis ein guter, wenn auch nicht garantierter Anhaltspunkt dafür, ob es sich um ein billig produziertes Produkt handelt. Halten Sie daher Abstand von Schleuderpreisen, die sich fernab der gängigen Preislage für Santokumesser bewegen. Weiterhin sind die Klingen aus Japan selbst oder “Made in Germany” ein gutes Zeichen für ein hochwertiges Messer. Im Zweifel lohnt es sich stets, über den Hersteller zu recherchieren.

Alle Fakten rund um das Santokumesser

– Japanisches Allzweck-Küchenmesser mit Damast-Klinge
– Breite Klinge, leicht, sehr scharf
– Ziehend, schiebend und als Hackmesser zu verwenden
– Für Fisch, Fleisch, Gemüse
– Für Anfänger und Profis
– Beste Santoku-Messer aus Japan oder Deutschland

Japanmesser Santokumesser kaufen
Pixabay

Für wen eignet sich ein Santokumesser?

Insgesamt sind Santoku-Messer sehr leicht und liegen gut in der Hand. Daher eignet es sich gut für jene Kochbegeisterte oder Küchenneulinge, die sich erst einmal an die japanischen Messer annähern und sich zudem an die bemerkenswerte Schärfe heranwagen wollen. Die Schärfe bietet hierbei einen nennenswerten Vorteil: Obwohl man eigentlich davon ausgeht, dass ein sehr scharfes Messer für einen Einsteiger gefährlich sein könnte, ist eher das Gegenteil der Fall. Denn die meisten Unfälle mit Messern in der Küche geschehen durch das Abrutschen mit einer Klinge, die eben nicht scharf genug ist. Da das Santoku-Messer nahezu ohne Widerstand durch das Schnittgut gleitet, passieren in der Regel keine Unfälle durch Abrutschen. Vorsicht ist natürlich dennoch als Anfänger sowie als Profi geboten.

Allzweck Santokumesser

Selbstverständlich ist es ebenso für alle geeignet, die Wert auf ein hochwertiges Allzweck-Küchenmesser legen und ein Messer für viele verschiedene Tätigkeiten verwenden möchten. Durch die unterschiedlichen Schnittbewegungen kann sich ein Japanmesser- bzw. Küchenmesser-Einsteiger außerdem zunächst ein Bild von seinen persönlichen Bedürfnissen machen: Ist die Klingengröße für die persönliche Verwendung geeignet? Fehlt einem vielleicht doch die Möglichkeit einer Wiegebewegung?

Japanmesser Santokumesser wer

Pixabay

Santokumesser richtig pflegen.

Santokumesser bestehen nicht aus Edelstahl. Während Edelstahl, wie er meistens in der Küche als Messerklinge zu finden ist, nicht rostet, sind Santoku-Messer hingegen anfällig für Rost. Sie müssen daher unbedingt nach dem Säubern gut abgetrocknet und auch trocken gelagert werden. Verwenden Sie Ihr Santoku-Messer nicht allzu häufig, benetzen Sie die Klinge mit einem Ölfilm, um es vor dem Rosten zu schützen.

Santokumesser schärfen

Obwohl das Santoku-Messer sehr scharf ist, wird es, wie alle Messer, natürlich mit der Zeit stumpf. Um viele Jahre Freude daran zu haben, muss es also, je nach Benutzung, hin und wieder geschliffen werden. Doch Vorsicht! Der in vielen Küchen vorhandene Wetzstahl ist für dieses Material nicht geeignet! Das Santokumesser sollten Sie nass schleifen (Härtegrad 900-1000). Haben Sie dazu nicht selbst die Möglichkeit, lassen Sie dies von einem Fachmann erledigen. So haben Sie lange Zeit Freude an Ihrem Japan-Messer.

Japanmesser Santokumesser Pflege

Pixabay